# Rufumleitung einfach erklärt: sofort, verzögert oder bei besetzt

> Rufumleitung einrichten leicht gemacht: die drei Varianten sofort, verzögert und bei besetzt, mit allen GSM-Codes und einer Anleitung für die Telefon-KI.

date: 2026-05-31
author: Florestan Peters
source: https://hi-desk.de/de/blog/rufumleitung-einfach-erklaert/

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# Rufumleitung einfach erklärt: sofort, verzögert oder bei besetzt

Eine Rufumleitung schickt eingehende Anrufe automatisch an eine andere Nummer. Es gibt drei Hauptvarianten: sofort (jeder Anruf geht direkt weiter), verzögert (erst wenn niemand abhebt) und bei besetzt (wenn die Leitung belegt ist). Im Mobilfunk richten Sie sie mit kurzen GSM-Codes ein, im Festnetz über das Portal Ihres Anbieters oder Ihrer Telefonanlage.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Drei Auslöser, ein Prinzip:** Sofort, verzögert (bei Nichtmelden) und bei besetzt unterscheiden sich nur darin, wann der Anruf weitergereicht wird, nicht darin, wohin.
- **GSM-Codes im Mobilfunk:** `**21*` (sofort), `**61*` (verzögert), `**67*` (besetzt) und `**62*` (nicht erreichbar) gelten netzweit nach GSM-Standard, also bei Telekom, Vodafone, o2 und deren Resellern gleichermaßen.
- **Klingeldauer ist einstellbar:** Vor der verzögerten Umleitung legen Sie die Wartezeit in 5-Sekunden-Schritten fest, von 5 bis 30 Sekunden.
- **Festnetz und Anlage laufen übers Portal:** FRITZ!Box, Telekom-Kundencenter und Cloud-Telefonanlagen kennen keine Tastencodes, dort klicken Sie die Umleitung in der Weboberfläche zusammen.
- **Ideal für die Telefon-KI:** Die Kombination aus verzögert und bei besetzt fängt nur die Anrufe ab, die sonst auf der Mailbox landen, ohne dass Ihr Team den Erstkontakt verliert.

## Die drei Varianten und ihre Codes

Im Mobilfunk steuern Sie jede Umleitung über einen kurzen Tastencode. Das Muster ist immer gleich: zwei Sterne, der Dienstcode, ein Stern, die Zielnummer und ein Rautezeichen, danach drücken Sie die grüne Anruftaste.

| Variante | Wann sie greift | Aktivieren (Mobil) | Deaktivieren |
|---|---|---|---|
| Sofort (alle Anrufe) | jeder Anruf wird direkt weitergeleitet | `**21*Zielnummer#` | `##21#` |
| Verzögert (bei Nichtmelden) | wenn nach einigen Sekunden niemand abhebt | `**61*Zielnummer#` | `##61#` |
| Bei besetzt | wenn die Leitung gerade belegt ist | `**67*Zielnummer#` | `##67#` |
| Bei nicht erreichbar | wenn das Telefon aus ist oder kein Netz hat | `**62*Zielnummer#` | `##62#` |
| Alle Umleitungen löschen | entfernt sämtliche Umleitungen | | `##002#` |

Diese Codes sind nicht von einem einzelnen Anbieter erfunden, sondern Teil des GSM-Standards. Deshalb funktionieren sie netzunabhängig, egal ob Sie bei der Telekom, bei Vodafone, bei o2 oder bei einem Discounter sind, der eines dieser Netze nutzt. Den `**`-Block nennt man "Aktivierungs-Code", den `##`-Block "Lösch-Code", und `*#` ist die reine Abfrage.

Geben Sie die Zielnummer am besten im internationalen Format mit Ländervorwahl ein, also `+49` statt der führenden Null. Das vermeidet Probleme, wenn Sie sich gerade im Ausland oder in einem fremden Netz aufhalten.

Die Varianten schließen sich übrigens nicht gegenseitig aus. Sie können "verzögert", "besetzt" und "nicht erreichbar" gleichzeitig auf dieselbe Zielnummer legen, während die sofortige Umleitung als eigene Regel obenauf liegt. Ist "sofort" aktiv, greifen die anderen drei gar nicht erst, weil schon der erste Klingelton entfällt.

## Klingeldauer der verzögerten Umleitung festlegen

Bei der verzögerten Variante können Sie selbst bestimmen, wie lange es klingeln soll, bevor weitergeleitet wird. Die Zeit hängen Sie als zweiten Block an, in 5-Sekunden-Schritten von 5 bis maximal 30 Sekunden.

Für 20 Sekunden lautet der Code also `**61*Zielnummer**20#`. Erlaubt sind die Werte 5, 10, 15, 20, 25 und 30 Sekunden, andere Zahlen rundet das Netz auf den nächsten zulässigen Wert. Wer den Block weglässt, bekommt die Standardzeit des Anbieters, häufig rund 15 bis 20 Sekunden.

> Tipp: Setzen Sie die Wartezeit auf 15 bis 20 Sekunden. Das reicht für etwa vier bis fünf Klingeltöne, lange genug, damit Ihr Team abnehmen kann, kurz genug, dass Anrufer nicht ungeduldig auflegen.

## Status prüfen, bevor Sie sich verlassen

Ob eine Umleitung wirklich aktiv ist, fragen Sie mit den Abfrage-Codes ab: `*#21#` für sofort, `*#61#` für verzögert, `*#67#` für besetzt und `*#62#` für nicht erreichbar. Das Netz antwortet dann mit einer kurzen Servicemeldung auf dem Display.

Verlassen Sie sich auf diese Abfrage allerdings nicht blind. In modernen 4G- und 5G-Netzen mit VoLTE (also Telefonie über das IMS-System) liefern die Status-Codes nicht immer eine saubere Rückmeldung, mancherorts erscheint nur eine Fehlermeldung. Im Zweifel prüfen Sie die Einstellung im Anbieter-Portal oder über einen echten Testanruf.

## Rufumleitung oder Parallelruf?

Eine Rufumleitung gibt einen Anruf an genau ein Ziel weiter, immer der Reihe nach. Ein Parallelruf (manchmal "Sammelruf" oder "paralleles Klingeln") lässt mehrere Apparate gleichzeitig läuten, und wer zuerst abhebt, bekommt den Anruf. Beide Konzepte werden oft verwechselt, lösen aber unterschiedliche Probleme.

Für die Anbindung einer Telefon-KI ist die Reihen-Umleitung in der Regel die sauberere Wahl. Der Mensch bekommt den ersten Zugriff, der Assistent springt nur ein, wenn niemand abnimmt. Beim Parallelruf hingegen könnte die KI einen Anruf annehmen, den eigentlich noch ein Mitarbeiter erreicht hätte. Wer dennoch parallel klingeln lassen will, etwa um Festnetz und Mobiltelefon gleichzeitig zu erreichen, richtet das an der Telefonanlage oder FRITZ!Box ein, nicht über die GSM-Codes.

Die Entscheidung hängt also vom Ziel ab: Soll der Assistent ein Sicherheitsnetz sein, nutzen Sie die verzögerte Umleitung. Soll er von Anfang an mithören und nur das schnellere Medium gewinnen, kommt der Parallelruf in Frage, mit dem genannten Risiko.

Ein weiterer Unterschied betrifft die Rufnummernanzeige. Bei einer sauberen Rufumleitung sieht der Assistent in der Regel die Nummer des ursprünglichen Anrufers, nicht Ihre eigene. Das ist wichtig, damit der Assistent den Kontakt zuordnen, in einer Datenbank nachschlagen oder einen Rückruf korrekt vermerken kann. Sollte stattdessen Ihre eigene Nummer durchgereicht werden, lohnt ein Blick in die Einstellungen der Anlage, dort lässt sich die Übermittlung der Original-Rufnummer meist aktivieren.

## So binden Sie einen KI-Telefonassistenten an

Für einen KI-Telefonassistenten ist meist die Kombination aus verzögert und bei besetzt ideal. Ihr Team hat dann den ersten Zugriff, und nur die Anrufe, die sonst auf der Mailbox landen würden, übernimmt der Assistent. Was ein [KI-Telefonassistent](/de/blog/was-ist-ein-ki-telefonassistent) bei diesen Anrufen alles erledigt, von der Terminbuchung bis zur Rückrufnotiz, lesen Sie im Grundlagenartikel.

1. **Zielnummer notieren:** Sie erhalten vom Anbieter eine eigene Rufnummer für den Assistenten.
2. **Verzögerte Umleitung setzen:** `**61*Zielnummer#`, optional mit Sekundenangabe wie `**61*Zielnummer**20#`.
3. **Umleitung bei besetzt setzen:** `**67*Zielnummer#`.
4. **Testen:** Rufen Sie selbst an, lassen Sie es klingeln, ohne abzunehmen, und prüfen Sie, ob der Assistent nach der eingestellten Zeit übernimmt.

Wer dauerhaft die komplette Annahme abgeben möchte, nutzt stattdessen die sofortige Umleitung `**21*Zielnummer#`. Das ist etwa abends, am Wochenende oder während einer Urlaubsschließung sinnvoll, wenn ohnehin niemand am Apparat ist.

Achten Sie beim Einrichten auf das Zusammenspiel mit der Mailbox. Viele Mobilfunktarife haben eine voreingestellte Mailbox, die selbst auf einer verzögerten Umleitung sitzt. Schalten Sie Ihre Umleitung zum Assistenten kürzer als die Mailbox-Zeit, sonst war die Mailbox schneller und Ihr Assistent bekommt den Anruf nie. Im Zweifel deaktivieren Sie die Mailbox ganz, denn der Assistent übernimmt deren Aufgabe vollständig und nimmt zusätzlich gleich das Anliegen auf.

### Ein Rechenbeispiel aus der Praxis

Eine Handwerksfirma erhält werktags rund 40 Anrufe. Etwa 12 davon klingeln ins Leere, weil das Team auf der Baustelle ist, das sind 30 Prozent verpasste Kontakte. Mit verzögerter Umleitung nach 20 Sekunden landen genau diese 12 Anrufe beim Assistenten statt auf der Mailbox.

Nimmt man an, dass jeder vierte verpasste Anruf ein konkreter Auftrag gewesen wäre, entspricht das drei potenziellen Aufträgen pro Tag, die sonst leise verloren gegangen wären. Die Umleitung selbst kostet dabei nichts an Aufwand, sie ist in zwei Minuten eingerichtet.

Hochgerechnet auf 20 Arbeitstage im Monat sind das 240 abgefangene Anrufe und rund 60 zusätzlich erreichte Auftrags-Chancen, ganz ohne neue Mitarbeiter und ohne dass das Handy am Gürtel öfter klingelt. Der entscheidende Hebel ist nicht die Technik, sondern die schlichte Tatsache, dass kein Anruf mehr unbeantwortet bleibt.

## Festnetz und Telefonanlage

Im Festnetz und in Cloud-Telefonanlagen richten Sie die Umleitung nicht per Tastencode ein, sondern im jeweiligen Portal. Bei einer FRITZ!Box öffnen Sie dazu `fritz.box` im Browser und gehen auf "Telefonie", dann "Rufbehandlung", dort auf den Reiter "Rufumleitung" und auf "Neue Rufumleitung". Anschließend wählen Sie, welche Anrufe umgeleitet werden, tragen die Zielnummer ein und legen unter "Art der Umleitung" fest, ob sofort, verzögert oder bei besetzt weitergeleitet wird.

Die genauen Schritte je Anbieter finden Sie in den passenden Anleitungen, zum Beispiel für [die FRITZ!Box](/de/blog/fritzbox-rufumleitung-ki-telefonassistent) oder [den Telekom-Anschluss](/de/blog/telekom-rufumleitung-ki-telefonassistent). Welche Anlage grundsätzlich mit einer Telefon-KI zusammenarbeitet, zeigt die [Kompatibilitäts-Matrix](/de/blog/telefonanlagen-kompatibilitaets-matrix).

Ein praktischer Vorteil des Portal-Wegs: An FRITZ!Box und vielen Cloud-Anlagen lässt sich die Umleitung zeitgesteuert schalten, etwa nur außerhalb der Bürozeiten oder am Wochenende. Im Wochenplan markieren Sie die Stunden, in denen die Regel aktiv sein soll. So nimmt tagsüber das Team ab, und abends übernimmt automatisch der Assistent, ohne dass jemand einen Code tippen muss.

## Welche Variante passt zu welcher Situation?

Welche Umleitung die richtige ist, hängt davon ab, was Sie erreichen wollen. Die folgende Übersicht ordnet typische Szenarien der passenden Variante zu.

| Situation | Empfohlene Variante | Begründung |
|---|---|---|
| Team soll zuerst rangehen, KI als Netz | verzögert + besetzt | Mensch hat Vorrang, KI fängt nur Verpasstes ab |
| Außerhalb der Öffnungszeiten | sofort (zeitgesteuert) | nachts und am Wochenende nimmt ohnehin niemand ab |
| Eine-Person-Betrieb, oft unterwegs | verzögert + nicht erreichbar | deckt Nichtmelden und ausgeschaltetes Gerät ab |
| Hohe Anrufspitzen, Leitung oft belegt | besetzt | nur die belegten Fälle wandern weiter |
| Urlaub oder Krankheit | sofort | komplette Annahme wird abgegeben |

Aktivieren Sie ruhig mehrere Bedingungen gemeinsam. Erst die Kombination deckt alle Fälle ab, in denen ein Anruf sonst ins Leere liefe.

## Häufige Fehler

- **Mailbox war schneller:** Steht die Mailbox auf zehn Sekunden und die Umleitung auf 20, schnappt sich die Mailbox den Anruf zuerst. Setzen Sie die Umleitungszeit kürzer als die Mailbox oder deaktivieren Sie die Mailbox.
- **Falsches Zielformat:** Eine Nummer mit führender Null funktioniert nicht immer netzübergreifend. Nutzen Sie das Format `+49...`.
- **Alte Umleitung vergessen:** Vor dem Neueinrichten lohnt sich `##002#`, das löscht alle bestehenden Umleitungen und verhindert, dass sich zwei Regeln in die Quere kommen.
- **Status-Code blind vertraut:** In VoLTE-Netzen kann die Abfrage täuschen. Ein kurzer Testanruf ist die zuverlässigere Kontrolle.
- **Nur eine Variante gesetzt:** Wer nur "verzögert" schaltet, verliert Anrufe, die auf eine besetzte Leitung treffen. Erst die Kombination aus verzögert und besetzt deckt beide Fälle ab.

## Kostet das extra?

Ob eine weitergeleitete Verbindung berechnet wird, hängt von Tarif und Anbieter ab. Bei vielen Flatrate-Tarifen ist die Umleitung inklusive. Bei anderen wird der weitergeleitete Abschnitt wie ein normaler abgehender Anruf von Ihrer Nummer zur Zielnummer abgerechnet, der Anrufer zahlt dabei nur bis zu Ihrer Nummer.

Innerhalb derselben Flatrate fällt das meist nicht ins Gewicht. Prüfen Sie im Zweifel die Tarifdetails oder fragen Sie kurz beim Anbieter nach, bevor Sie eine dauerhafte Sofort-Umleitung schalten.

Ein häufiges Missverständnis: Die Rufumleitung selbst, also das reine Schalten per Code, ist kostenlos. Eine Gebühr kann nur für die tatsächlich weitergeleiteten Gesprächsminuten anfallen, und auch das nur außerhalb einer passenden Flatrate. Wer die verzögerte Variante nutzt, leitet ohnehin nur die Anrufe weiter, die niemand angenommen hat, also einen Bruchteil des Gesamtaufkommens. Die Kosten bleiben dadurch in aller Regel überschaubar.

## Fazit und nächster Schritt

Die Rufumleitung ist die einfachste Brücke zwischen Ihrer bestehenden Nummer und einem KI-Telefonassistenten, ganz ohne neue Hardware und ohne Anbieterwechsel. Sie schalten verzögert und bei besetzt, und schon wird aus jedem verpassten Anruf ein angenommenes Gespräch.

Merken Sie sich die drei Codes für den Alltag: `**61*Zielnummer#` für verzögert, `**67*Zielnummer#` für besetzt und `##002#`, um vor dem Neueinrichten reinen Tisch zu machen. Mehr braucht es im Mobilfunk nicht, und im Festnetz erledigt das Portal die gleiche Arbeit mit ein paar Klicks.

Wenn Sie sehen möchten, wie sich das in der Praxis anhört, testen Sie HiDesk in der [Live-Demo](https://hi-desk.de/de/live-demo/). Den passenden Code zur Anbindung richten Sie danach in wenigen Minuten ein, ganz ohne Vertragswechsel und ohne neue Hardware.

Genannte Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber.
